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Automarken – über Hersteller und Markentreue

Sie fahren einen schicken Mercedes? Oder einen sportlichen BMW? Oder doch einen zuverlässigen Ford? Automarken stehen für Eleganz, Luxus, Sportlichkeit aber auch für nüchterne Effektivität, Nutzwert oder einen günstigen Preis. Automarken transportieren ein Image und vermitteln als Statussymbol ein Lebensgefühl –  selbst, wenn sie, wie Dacia, damit werben, kein Statussymbol zu sein. Automarken gibt es viele und jede versucht, ihren Platz im Markt zu finden und zu behaupten.

Wie viele Automarken gibt es?

Wie viele Automarken es weltweit wirklich gibt, ist schwer zu sagen. Einzelne Zulassungs-Behörden, wie das Kraftfahrt-Bundesamt, kennen alle zur Neuzulassung im nationalen Markt zugelassenen Marken. Doch Kriterien und Verfügbarkeiten unterscheiden sich je nach Land und Kontinent signifikant. Hinzu kommt, dass viele, gerade kleine Automarken kommen und gehen. Manchmal verschwinden auch große, namhafte Marken für immer: Man denke nur an Saab, Deawoo oder Datsun. Manche sind noch Jahre später als Raritäten von Interesse, andere geraten für immer in Vergessenheit.

Automarken und ihre Hersteller

Zur Anfangszeit des Automobils waren es wenige Automarken, die sich den kleinen und exklusiven Markt der „selbstfahrenden Kutschen“ teilten. Neben dem Urvätern des Automobils Benz und Daimler, die zunächst eigenständige Automarken waren, gehören Peugeot und Tatra zu den ersten Marken, die es auch heute noch gibt. Andere Pioniere, wie Panhard & Levassor, Rochet-Schneider und Lanchester, sind längst vom Markt verschwunden und nur Oldtimer-Enthusiasten ein Begriff.

Damals war es noch üblich, dass die Marke nach dem Hersteller benannt wurde und der Hersteller meist der Gründer des Unternehmens war. Heute ist das sicherlich nur noch in Ausnahmefällen so. Längst hat sich der Automarkt als einer der größten Wirtschaftszweige der Welt durch eigene Regeln definiert. Somit sind Automarken eher als Markenzeichen als eigenständige Unternehmen zu betrachten.

So gehört die Automarke Daimler beispielsweise nicht etwa zur Daimler Benz AG, sondern zu Jaguar, die sich wiederum dem indischen Tata-Konzern zugehörig fühlen. So vereinigt beispielsweise auch der Wolfsburger Volkswagenkonzern eine Vielzahl von Automarken unter seinem Dach. Hier dürfen die Unternehmen mehr oder weniger eigenständig die Geschicke ihrer Marken lenken. Klangvolle Automarken, wie Bugatti, Bentley oder Porsche, sind in diesem Konglomerat vereint, genau wie Skoda, Seat und Audi. Audi, als Tochter des VW-Konzerns, hält wiederum die Markenrechte an Lamborghini, einer traditionsreichen italienischen Supersportwagen-Schmiede.

Automarken-Zugehörigkeiten – Verwirrung auch in England

Wem das noch nicht verwirrend genug ist, der schaue nach England und sehe sich exemplarisch die Geschichte der Traditionsmarken Bentley und Rolls-Royce an: Die Rolls-Royce Ltd. übernahm im Jahr 1931 die damalige Bentley Motors Ltd. Danach war „Bentley“ viele Jahre lang lediglich der Markenname für geringfügig modifizierte Pkw von Rolls-Royce. Volkswagen übernahm 1998 die Markenrechte an Bentley und die Fertigungsanlagen von Rolls Royce Motors, nicht aber die Automarke Rolls Royce. Diese konnte sich BWM über Umwege sichern. Im Zuge dessen wurden die Automobilsparte sowie die Fertigung von Rolls-Royce in Bentley umbenannt. Rolls Royce Motors fertigte an einem neuen Standort unter dem Markennamen Rolls Royce im Namen von BMW weiterhin Luxus-Limousinen. Währenddessen führt Volkswagen die alte Rolls Royce-Produktion unter der Marke und dem Design von Bentley fort.

Diese, in der Autowelt sicherlich besondere aber bei weitem nicht einmalige Groteske hat nahezu keinen Einfluss auf das legendäre Image der beiden Luxusmarken. Und das, obwohl die tatsächlichen Autos rein gar nichts mehr mit dem zu tun haben, was einst für die Legendenbildung verantwortlich war. Und so bleibt eben auch ein Ferrari immer ein Ferrari, wenngleich die Automarke zum Mailänder Fiat-Konzern gehört.

Treue Marken-Liebhaber

Es bleibt die Erkenntnis, dass eine Automarke stets mehr als das Unternehmen ist, in dessen Auftrag die Fahrzeuge gefertigt werden. Der Automobilmarkt wird immer mehr von wenigen riesigen Konzernen bestimmt, die eine Vielzahl von Automarken unter sich vereinen. Dies ändert aber kaum etwas an der subjektiven Wahrnehmung der Käufer, die sich aus bestimmten Gründen für ein ganz besonderes Fahrzeug entscheiden. Die inneren Werte der Autos gleichen sich aufgrund von Normen, markenübergreifend geteilten Plattformen und Motoren immer weiter an. Das Empfinden der Käufer aber bleibt. Dem traditionsbewussten Volkswagen-Käufer käme nie ein Skoda in die Garage, obwohl der sowohl technisch als auch wirtschaftlich quasi dasselbe Auto ist.

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